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Wirkstoffe zur Behandlung des Bluthochdrucks

Welche Medikamente Ihnen der Arzt verordnet, hängt vor allem von der Schwere der Erkrankung, Ihrem Risikoprofil und dem persönlichen, allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Es gibt heute eine ganze Reihe von Medikamenten, mit denen der Arzt einen erhöhten Blutdruck behandeln kann. Diese greifen an ganz verschiedenen Punkten im Körper an. Ziel ist es dabei immer, dass weniger Druck aufgewandt werden muss, um das Blut durch den Körper fließen zu lassen. So entlasten sie Herz, Gefäße und Nieren.4

  • Entwässernde Medikamente (Diuretika) steigern die Flüssigkeitsausscheidung. Sie regen die Nieren dazu an, mehr zu arbeiten, damit Wasser und Salze verstärkt ausgeschieden werden. Folge: Das Blutvolumen sinkt und dadurch fällt der Blutdruck ab.
    Mögliche Nebenwirkungen: Neben häufigem Wasserlassen kann es unter anderem zu Mundtrockenheit, Muskelverspannungen und nächtlichen Wadenkrämpfen kommen.
  • Alphablocker (Alpharezeptorenblocker) entlasten die Gefäße, da sie bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden hemmen. Die Gefäße weiten sich und der Blutdruck fällt. Allerdings werden diese Substanzen heute, unter anderem von der Hochdruckliga, nicht mehr als Mittel der Wahl empfohlen, da sie im Vergleich zu einem Diuretikum ungünstigere Ergebnisse gezeigt haben.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen.
  • Betablocker (Betarezeptorenblocker) dämpfen überaktive Nervenreize, die auf das Herz wirken. Das Herz pumpt dann weniger Blut durch die Gefäße.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Kältegefühl in Händen und Füßen, Potenzstörungen bei Männern, Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit (z. B. beim Sport).
  • Kalzium-Antagonisten (Kalzium-Kanal-Blocker) reduzieren die Aufnahme von Kalzium in den Zellen. Dadurch wird die Gefäßmuskulatur entspannt, die Gefäße erweitern sich und der Blutdruck fällt.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Flush ("roter Kopf"), Knöchelödeme, Neigung zur Verstopfung.
  • ACE-Hemmer greifen in die hormonelle Regulation des Blutdrucks, das Renin-Angiotensin-System, ein. Sie blockieren das Enzym ACE (Angiotensin-Converting-Enzym), das für die Bildung von Angiotensin II verantwortlich ist. Angiotensin II ist ein Hormon, das die Gefäße verengt und das sympathische Nervensystem aktiviert, so dass der Blutdruck ansteigt.
    Mögliche Nebenwirkungen: der typische Reizhusten, Gelenkschwellungen, Hautreaktionen
  • Angiotensin-II-Antagonisten  sind die jüngste Entwicklung unter den blutdrucksenkenden Arzneimitteln. Sie hemmen die Wirkung von Angiotensin II direkt am Rezeptor und sind damit effektiver als ACE-Hemmer. Die Gefäße bleiben geweitet, und der Blutdruck sinkt. Bei vergleichbarer Blutdrucksenkung sind Angiotensin-II-Antagonisten wesentlich verträglicher als andere Blutdrucksenker. Erstmals kommt es mit dieser Substanzklasse zu keinen substanzspezifischen Nebenwirkungen.

Wirkmechanismen gezielt kombinieren

Da Ihr Blutdruck von unterschiedlichen Faktoren reguliert wird, kann die Blutdruckregulation an mehreren Ansatzstellen erfolgen. Je nach Wirkstoffgruppe können Medikamente die Spannung der Blutgefäßwände, den Salz-Wasser-Haushalt oder das Zusammenspiel biochemischer Regelsysteme, z. B. das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen.

Ein einziger Wirkstoff - auch in höheren Dosierungen - reicht oft nicht aus, um den Blutdruck ausreichend einzustellen. Etwa drei Viertel der Patienten benötigen zwei oder mehr Wirkstoffe, um den angestrebten Zielblutdruck zu erreichen. Sollten Sie zur Behandlung Ihres Bluthochdrucks mehrere Tabletten benötigen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob für Sie die Möglichkeit der Behandlung mit einer kombinierten Tablette  besteht. In dieser einzelnen Tablette sind alle Wirkstoffe, die Sie benötigen, enthalten.

Durch ein solches Kombinationspräparat verringert sich die tägliche Tablettenzahl. Das kann - ohne dabei die für die Behandlungen notwendigen Wirkstoffe zu reduzieren -  die Therapie vereinfachen. Vielen Menschen fällt es leichter an eine einzelne Bluthochdruck-Tablette zu denken. Damit ist sichergestellt, dass die Behandlung des Bluthochdrucks regelmäßig durchgeführt wird. Das belegen auch wissenschaftliche Untersuchungen. Bei Patienten die eine solche Einzeltablette mit mehreren Wirkstoffen verordnet bekamen, wurde der Blutdruck wirkungsvoller gesenkt als bei Patienten, die für jeden Wirkstoff separate Tabletten einnehmen mussten.18

Grund hierfür war, dass die Patienten, die mehr als eine Tablette zur Senkung ihres Blutdrucks einnehmen mussten, häufiger Tabletten vergaßen. Generell fällt es leichter an die Einnahme einer einzigen Tablette zu denken. Bei den Patienten mit Einzeltablette wurden alle blutdrucksenkenden Wirkstoffe mit einer Tablette eingenommen und dadurch der Blutdruck effektiver gesenkt.

Die Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga besagen daher, dass bei der Notwendigkeit mehrerer Medikamente - wann immer möglich - anstelle der freien einzelnen Wirkstoffe in einer einzigen Tablette kombinierte Wirkstoffe eingesetzt werden sollten. Dadurch werden die Therapietreue und in Folge die Blutdrucksenkung verbessert.2

Welche Wirkstoffkombination in welcher Dosierung für einen Patienten erforderlich ist, muss der Arzt erst individuell herausfinden. Denn ein Organismus, für den ein erhöhter Blutdruck über längere Zeit "normal" war, versucht diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Es dauert daher einige Zeit, bis definitiv festgestellt werden kann, ob eine Behandlung Wirkung zeigt oder eine andere Wirkstoffkombination gewählt werden muss. In vielen Fällen wird über mehrere Schritte die optimale Dosierung und Kombination ermittelt, bis der Blutdruck richtig eingestellt ist.2,14,15,16,17

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  1. www.hochdruckliga.de (letzter Zugriff 12.01.2016)
  2. Nolte A. Bluthochdruck: Vorbeugen, erkennen, behandeln. Stiftung Warentest, Berlin, 2. Aufl., 2014
  3. DiMatteo MR, Giordani PJ, Lepper HS, Croghan TW. Patient adherence and medical treatment outcomes: a meta-analysis. Med Care. 2002;40:794–811.
  4. 2013 ESH/ESC Guidelines for the Management of arterial hypertension. The Task Force for the management of arterial hypertension of the European Society of Hypertension (ESH) and of the European Society of Cardiology (ESC). J Hypertens. 2013 Jul;31(7):1281-357
  5. Leitlinien zum Management der arteriellen Hypertonie. Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. und Deutsche Hochhdruckliga e.V., Börm Bruckmeier Velag mbH, 2014
  6. Bakris et al: Most hypertensive patients need combination therapy to achieve target blood pressure. J Am Soc Hypertens. 2013: 11-12
  7. Hagendorff A., Freytag S., Müller A., Klebs S.: Pill burden in hypertensive patients treated with single-pill combination therapy--an observational study. Adv Ther. 2013 Apr;30(4):406-19
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