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Natrium und Kalium

Wurst und andere Fertiglebensmittel: Vorsicht vor verstecktem Salz

Nicht Natrium allein, sondern Natrium in Verbindung mit Chlorid als Kochsalz erhöhen den Blutdruck.

In den Nahrungsmitteln findet man Natrium überwiegend als Kochsalz vor. Deshalb läßt sich meist aus dem Natrium-Gehalt der Lebensmittel auf den Kochsalzgehalt schließen (400 mg Natrium entsprechen 1 g Kochsalz). Um den Kochsalzgehalt pro 100 g Lebensmittel zu berechnen, muß man den Natriumgehalt (in g) mit 2,5 multiplizieren.

Natrium kommt auch in Tafel-, Quell-, Mineral- und Heilwässern vor. Deshalb können sie Kochsalz in größeren Mengen enthalten. Den Anteil an Natrium, Chlorid und anderen Salzen findet man in der Regel auf Mineral- und Heilwasserflaschen in mg/kg angegeben. Die Bezeichnung "natriumarm" bedeutet nach EG-Verordnung, dass weniger als 20 mg Natrium/kg enthalten sind.

Wer viel Mineralwasser trinkt, sollte auf den Natrium- und Chloridgehalt achten. Die Hochdruckliga rät, bei Mineralwässern den Kochsalzgehalt aus dem Chloridgehalt zu ermitteln. Dabei gilt: Der Chloridgehalt eines Mineralwassers von unter 300 mg/kg entspricht einem Kochsalzgehalt von unter 0,5 g pro Kilogramm. Nach Ansicht der Hochdruckliga ist er damit im Vergleich zum Kochsalzgehalt anderer Nahrungsmittel zu vernachlässigen.

Kalium unterstützt eine Senkung des Blutdruckes. Während die Menschen früher mehr Kalium als Natrium zu sich genommen haben, hat sich das Verhältnis heute umgekehrt. Dafür sind veränderte Ernährungsgewohnheiten genauso verantwortlich wie die Verarbeitungsprozesse von Nahrungsmitteln. Im Durchschnitt nimmt jeder heute etwa 2 g Kalium auf. Ernährungsexperten empfehlen aber, dieses Mineral auf über 3 g pro Tag zu steigern. Nahrungsmittel, die viel Kalium enthalten, sind Obst, Gemüse und Kartoffeln. Dabei ist zu beachten, dass Kartoffeln in der Schale gekocht werden sollten, um den Verlust von Kalium zu unterbinden.

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