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Der Umgang mit Genussmitteln

Kaffee: In Maßen genießen

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Natürlich haben auch Bluthochdruckkranke ein Recht auf Freude am Leben. Dennoch sollten sie mit Genussmitteln sorgsam umgehen und die Auswirkungen auf ihre Erkrankung kennen.

Kleine Freuden des Lebens können dem Organismus manchmal auf längere Sicht große Schäden zufügen. Deshalb stellt sich vor allem bei Alkohol, Nikotin und Koffein die Frage: maßvoller Umgang oder totaler Verzicht? Prüfen Sie die Alternativen.

Alkohol:

Viele wissen nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Bluthochdruck gibt. Wer Alkohol regelmäßig und in größeren Mengen trinkt, treibt seinen Blutdruck in die Höhe. Denn: Alkohol aktiviert das vegetative Nervensystem, das unsere lebenswichtigen Körperfunktionen steuert. Folge: Der Herzschlag wird beschleunigt, es wird mehr Blut in den Körper gepumpt und die Spannung der Gefäßwände nimmt zu.
Deshalb sollte Alkohol nur in Maßen und nicht regelmäßig konsumiert werden. Die Tagesmenge sollte bei Frauen 20 Gramm, bei Männern 30 Gramm nicht überschreiten. Zur Information: Ein gutes Viertel Wein (0,25 Liter) oder eine Flasche Bier (0,5 Liter) enthalten jeweils 25 Gramm Alkohol.
Zudem sollten Sie bedenken:

  • Alkoholische Getränke haben jede Menge Kalorien, was Übergewicht – ein großer Risikofaktor für Bluthochdruck – begünstigt.
  • Werden blutdrucksenkende Medikamente eingenommen, führt Alkoholkonsum u. U. schnell zu Ermüdungserscheinungen. Eine große Gefahr: Die Sicherheit im Straßenverkehr wird dadurch erheblich beeinträchtigt.

Nikotin:

Das in Tabak enthaltene Nikotin ist ein starkes Gift für unseren Körper. Es wirkt auf das Nervensystem und greift die Blutgefäße an. Das Herz schlägt schneller, die Gefäße verengen sich. Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen sind die Folge. Durch Nikotin kommt es langfristig zu Gefäßschädigungen, die bis hin zur Arteriosklerose gehen. Das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, ist für Raucher unter 65 Jahren doppelt so hoch als für Nichtraucher. Bluthochdruckpatienten sollten deshalb unbedingt auf den blauen Dunst verzichten!

Im übrigen: Leichtes, regelmäßiges Ausdauertraining kann eine ähnlich anregende oder entspannende – je nach Gemütszustand – Wirkung entfalten wie der blaue Dunst. Großes Plus: Es hat darüber hinaus einen positiven Effekt auf Herz, Kreislauf und Gefäße. Probieren Sie es mal aus!

Koffein:

Kaffee und koffeinhaltige Getränke (wie Tee, Cola) dürfen Bluthochdruckpatienten ohne schlechtes Gewissen – jedoch maßvoll – zu sich nehmen. Nur in sehr seltenen Fällen gibt es ärztliche Bedenken. Ist das der Fall, brauchen Sie auf die Tasse Kaffee am Morgen aber dennoch nicht zu verzichten: Entcoffeinierter Kaffee ist eine akzeptable Alternative.

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