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Fitnesstraining: Ausdauer aufbauen, statt Leistung bolzen

Wer ständig auf der faulen Haut liegt, tut sich und seinem Blutdruck keinen Gefallen. Fitnesstraining heißt aber noch lange nicht, dem Leistungssport zu frönen.

Machen Sie sich „fit for life“. Regelmäßige Bewegung kann den Blutdruck günstig beeinflussen. Ideal sind Ausdauersportarten wie schnelles Gehen, Schwimmen oder Radfahren. Ungeeignet dagegen: Kraftsport, Squash, Tennis, Boxen, Turnen (Sportarten mit starken körperlichen Belastungen oder hohem psychischem Stress). Bluthochdruckpatienten sollten unbedingt darauf verzichten, da der Blutdruckanstieg hierbei sehr hoch ist.

Gemäßigter Ausdauersport bringt eine ganze Reihe von Pluspunkten:

  • Die Herzleistung verbessert sich, die Blutgefäße werden geweitet und der Kreislauf stabilisiert sich. Im Ruhezustand sinkt er um bis zu 10 mmHg. Und: Unter Belastung steigt der Blutdruck durch das Training nicht mehr so stark an.
  • Das „schlechte“ Cholesterin (LDL-Cholesterin) wird gesenkt und das „gute“ Cholesterin (HDL-Cholesterin) erhöht. Dadurch verringert sich das Arterioskleroserisiko.
  • Überflüssige Pfunde verschwinden schneller.
  • Stress kann leichter abgebaut werden.
  • Die Leistungsfähigkeit im Alltag wird ebenso gesteigert wie das Selbstwertgefühl.

Wichtig ist, regelmäßig zu trainieren: mindestens zwei- bis dreimal in der Woche, etwa 30 Minuten. Bevor Sie mit Sport beginnen, sollten sie aber unbedingt mit ihrem Arzt sprechen. Er weiß, welcher Ausdauersport in welchem Ausmaß für Sie am besten geeignet ist.
Wenn Sie mit Sport nichts am Hut haben, sollten Sie dennoch auf regelmäßige Bewegung achten:

  • Benutzen Sie die Treppe anstelle des Fahrstuhls.
  • Lassen Sie für kleinere Besorgungen auch mal das Auto stehen oder steigen Sie aufs Fahrrad um.
  • Spaziergänge oder kleinere Wanderungen sollten feste Bestandteile Ihres Wochenablaufs sein.

Für welche Form der körperlichen Betätigung Sie sich auch entscheiden, denken Sie immer daran: Die Dosierung macht’s! Sie tun Ihrem Körper nur dann etwas Gutes, wenn Sie allmählich beginnen und sich langsam steigern. Leistungssport und das Anstreben ständiger Höchstleistungen sind nichts für Bluthochdruckkranke. Sie sollen dabei Spaß haben und sich wohl fühlen.

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