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| Negativen Stress durch Entspannung abbauen |
Stress kann sich negativ auf die Blutdruckwerte
auswirken. Wer ständig unter Strom steht, sollte auf die Bremse
treten - der Gesundheit zuliebe.
Ärger, Hektik, Überforderung, Lärm
oder Angst - Dauerstress kann den Blutdruck in die Höhe treiben
und damit auch einen bereits bestehenden Bluthochdruck verschlechtern.
Dabei ist Stress an sich gar nichts Negatives. Er dient dem Menschen
als Antrieb, um seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
zu erhalten bzw. zu verbessern (Eustress). Werden die Anforderungen
allerdings zu groß und lassen sich auf Dauer nicht mehr bewältigen,
hat Stress einen negativen Einfluss auf die Gesundheit (Disstress).
Die jeweilige Belastbarkeitsgrenze ist individuell verschieden.
Was den einen total stresst, spornt den anderen dagegen nur an.
Bei jeder Stresssituation läuft in unserem Körper ein
Reiz-Reaktions-Schema ab. Energiereserven werden kurzfristig in
Form von Zucker mobilisiert und das Reaktionsvermögen stark
erhöht. Ein Mechanismus, der unseren Urahnen zum Überleben
diente, um in bedrohlichen Situationen zu kämpfen oder zu fliehen:
- Das Vegetative (willentlich nicht beeinflussbare) Nervensystem
wird aktiviert.
Der Stoffwechsel wird angekurbelt, und die Nebennieren schütten
die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus.
Die Blutgefäße verengen sich.
Die Herzfrequenz nimmt zu, weil der Körper vermehrt Sauerstoff
benötigt.
Blutdruck und Blutzuckerspiegel steigen an.
Die Blutgerinnung wird erhöht, so dass die Blutplättchen
leichter zusammenkleben.
Zudem wird die Tätigkeit der Geschlechts- und Verdauungsorgane
herabgesetzt, die Atmung beschleunigt, die Muskeln angespannt,
und die Pupillen weiten sich.
In unserer hoch zivilisierten Welt ist es aber nicht mehr nötig,
Probleme durch Flucht oder Angriff zu lösen. Häufig fehlen
geeignete Ventile, den angestauten Stress abzubauen. Zudem sind
die Stressauslöser zahlreicher geworden. Dazu gehören:
Reizüberflutung, Zeit- und Leistungsdruck, zwischenmenschliche
Konflikte im Privat- und Berufsleben, Lärm, Bedürfnisentzug
wie Schlafmangel, aber auch körperliche Reaktionen aufgrund
von Genussmittel- oder Drogenmissbrauch.
Auf eine Stressphase sollte immer eine Phase der Entspannung folgen,
damit Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Durch Stressfaktoren, die nicht abgebaut werden und dauerhaft auf
den Menschen einwirken, steht der Körper im wahrsten Sinne
des Wortes ständig unter Strom. Das natürliche Gleichgewicht
gerät aus der Balance. Das kann im Laufe der Zeit zu schweren
körperlichen und seelischen Krankheitssymptomen führen.
Neben Erkrankungen des Immun- und Verdauungssystems, Stoffwechselstörungen
oder Allergien können auch Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
die Folge sein. Deshalb ist es wichtig, die Stressspirale zu durchbrechen.
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