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Was versteht man unter Blutdruck?

Der Blutdruck schwankt: Morgens am höchsten, nachts am niedrigsten

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Um auch die kleinsten Gefäßverzweigungen zu erreichen, muss das Blut mit einem bestimmten Druck durch unseren Körper fließen. Ist dieser Druck dauerhaft erhöht, drohen Gefahren.

Blutdruck entsteht aus dem geordneten Zusammenspiel von Herz und Gefäßen. Man versteht darunter den Druck, mit dem das Blut durch unsere Schlagadern fließt. Dieser Druck erreicht sein Maximum (Systole), wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße presst. Erschlafft der Herzmuskel wieder, sinkt der Wert auf ein Minimum (Diastole) ab. Deshalb werden bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte angegeben: der obere (systolische) und der untere (diastolische) Druck.

Der Widerstand der Körperhauptschlagader (Aorta) verhindert dabei, dass der Blutdruck in der Entspannungsphase des Herzens einen Nullwert erreicht. Sie gibt auch dann noch Blut an Organe und Gewebe weiter, wenn das Herz sich erneut mit Blut füllt. Wäre das nicht der Fall, würde das Blut ruckartig und nicht gleichmäßig fließen. Arterien sind in der Lage, sich stark zu dehnen. Druckschwankungen der geförderten Blutmenge können sie somit durch ihre Elastizität ausgleichen. Diese Fähigkeit bezeichnet man als so genannte Windkesselfunktion.

Der Blutdruck unterliegt Schwankungen. Körperliche Belastung lässt den Blutdruck beispielsweise genauso ansteigen wie seelischer Stress. Oder auch die Tageszeit: Während der Blutdruck nachts, während der Schlafphase, normalerweise absinkt, erreicht er morgens, wenn wir aufwachen und aufstehen, meist seine Höchstwerte. Dies ist äußerst sinnvoll, da der Körper in Ruhephasen keine so hohe Herzleistung braucht. Das Herz kann sich in dieser Zeit erholen. Liegt der Blutdruck dauerhaft über einem durchschnittlichen Normalwert, spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Ist er dauerhaft darunter, dann handelt es sich um niedrigen Blutdruck (Hypotonie). Aus diesem Grund misst man bei der Erstdiagnose auch mehrmals über den Tag verteilt.

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