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Blutdruckmessungen zu Hause sollten häufig
und regelmäßig durchgeführt werden
© Hemera 1997-2002 |
In einem aktuellen Test hat die Stiftung Warentest
17 Blutdruckmessgeräte unter die Lupe genommen 13 für
das Handgelenk und 4 für den Oberarm.
Geprüft wurden Messgenauigkeit und Handhabung.
Das Ergebnis enttäuscht: Viele Geräte messen falsch. Fünf
Blutdruckmesser erhielten die Note ausreichend, vier sogar mangelhaft.
Und auch die acht besten zeigten mit der Note befriedigend nicht
gerade eine Glanzleistung.
Im Hinblick auf die Messgenauigkeit wurden die
ermittelten Werte mit den tatsächlichen Blutdruckwerten der
Testpersonen verglichen. Diese wurden mit einem Katheder direkt
in der Armarterie gemessen. Der Vergleich zeigte erhebliche Abweichungen.
Selbst die besten Geräte lieferten nur in 60 bis 70 Prozent
der Fälle korrekte Werte. Die Messung mittels einer Manschette
am Oberarm ist häufig zuverlässiger als am Handgelenk.
Alle vier Oberarmgeräte zeigten befriedigende Leistungen, da
hierbei automatisch auf Herzhöhe gemessen wird.
Bei Überprüfung der Handhabung wurden
Gebrauchsanweisung, Anlegen der Manschette, Durchführung der
Messung, Ablesen der Messwerte, Abruf gespeicherter Daten und Batteriewechsel
bewertet. Von den acht Geräten, die als befriedigend eingestuft
wurden vier Handgelenk und vier Oberarmgeräte
sind die Modelle Nais EW 285 fürs Handgelenk und Omron M5-I
für den Oberarm besonders bedienerfreundlich.
Fazit: Obwohl die Messgenauigkeit nur durchschnittlich
ist, eignen sich diese Geräte dennoch zur Selbstkontrolle.
Denn aus den einzelnen Messungen über einen längeren Zeitraum
lässt sich eine Tendenz ableiten, die auch für den Arzt
hilfreich ist. Wichtig dabei: häufige und regelmäßige
Messungen, am besten zur gleichen Tageszeit und in einer Phase der
Ruhe. Je nach Zeitpunkt und Belastung kann der Blutdruck stark schwanken.
So ist er am Vormittag und gegen Mittag am höchsten, nachmittags
dann wieder niedriger. Auch Ärger und Stress beeinflussen das
Messergebnis. Wer ein Handgelenkgerät verwendet, sollte seinen
Arm vor die Brust legen, da die Messung auf Herzhöhe genauere
Ergebnisse liefert.
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