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Vorurteile und Mythen

Bluthochdruck: Tatsächliches Risiko im Alter heute besser bekannt
(Foto: Hermera)

Lange Zeit war es umstritten, wann denn im Alter der normale Blutdruck aufhört und Bluthochdruck anfängt

Früher sprach man beispielsweise erst von Bluthochdruck, wenn der systolische Blutdruck höher als 100 plus Lebensalter war. Nach dieser Rechnung wäre ein systolischer Blutdruck (oberer Messwert) von 170 mmHg bei einem 70-jährigen Menschen noch kein Bluthochdruck. Solche Definitionen sind nach Auffassung der Hochdruckliga heute überholt, da man das tatsächliche Risiko erhöhter Blutdruckwerte im Alter inzwischen besser kennt.

Auch kursiert immer noch ein weit verbreiteter Mythos, dass für ältere Menschen höhere Blutdruckwerte sogar erforderlich seien. Begründung: Wegen der Arteriosklerose (Verkalkung) der Gefäße könne nur so eine ausreichende Durchblutung der Organe sichergestellt werden. Dies wurde dann immer als sogenannter "Erfordernishochdruck" bezeichnet. Das diese Ansicht "Humbug" ist, betont die Hochdruckliga: "Auch diese Vorstellung hat sich inzwischen als irrig herausgestellt."

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