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Folgen von Non-Compliance

Ohne spürbaren Schmerz lässt die Compliance sofort nach

Studien zur Therapietreue von Patienten zeigen ein erschreckendes Bild. So werden zwischen 35 und 40% aller vom Arzt verordneten Medikamente gar nicht eingenommen.

Selbst bei lebensnotwendigen Arzneimitteln liegt die regelmäßige Einnahmequote unter 50%. Bei Hypertonikern soll die Non-Compliance zwischen 50 und 80% betragen. Nicht zuletzt wegen unzureichender Einnahmedisziplin sind höchstens ein Viertel der Hochdruckkranken auf die Zielwerte von unter 140/90 mmHg eingestellt.

Warum Patienten oft nicht die Anweisungen ihres Arztes befolgen, hat mit Sicherheit verschiedene Gründe. Einer liegt in der Krankheit selbst. Denn Bluthochdruck tut ja nicht weh, wird von den Betroffenen meist kaum als Erkrankung wahr genommen. Deshalb läßt die Compliance besonders bei Hypertonikern ohne Leidensdruck sehr zu wünschen übrig, wie Fachleute feststellen. Und diese fehlende Compliance äußerst sich sehr oft in der Vergeßlichkeit der Einnahme von Medikamenten.

Nun gilt ein Patient schon als therapietreu, wenn er 80% der verordneten Mittel einnimmt. Denn das Auslassen einer Dosis hat bei den lang wirkenden Antihypertensiva in der Regel nicht gleich zur Folge, dass der Blutdruck in die Höhe schnellt. Ärzte haben ermittelt, dass die Einnahmetreue auch von der Verträglichkeit des Medikaments abhängt. Dabei hat sich ergeben, dass mit Angiotensin-II-Blockern die beste Compliance zu erzielen ist. Danach folgen ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten, Betablocker und Diuretika.

Der Grad der Therapietreue bestimmt auch den Therapieerfolg. Eine Studie zeigte ganz deutlich, dass Hochdruckpatienten mit einer sehr guten Compliance ein wesentlich geringeres Risiko hatten, ein kardivaskuläres Ereignis (z. B. Herzinfarkt) zu erleiden.

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