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| Leicht zu schluckende Tabletten verbessern die
Compliance |
Dass Patienten ihre Medikamente nicht einnehmen,
läßt sich in der Regel auf Probleme zurück führen,
die mit dem Arzt, dem Patienten selbst, der Therapie oder den Therapieerklärungen
zusammenhängen.
Ein Patient, der seinem Arzt nicht vertraut, ihn
nicht als vertrauenswürdig empfindet, sich von ihm nicht verstanden
und ernst genommen fühlt, wird kaum dessen Anweisungen befolgen.
Und Patienten, die ihre Krankheit und die sich für sie daraus
ergebenen Folgen nicht akzeptieren, werden die notwendige Medikamenteneinnahme
eher mal vergessen.
Ganz entscheidend ist die Therapie selbst. Beispielsweise
können eine schwer zu öffnende Verpackung, ein umständlicher
Einnahmerhythmus oder eine häufige Tabeletteneinnahme dafür
sorgen, dass die Medikamente nicht oder nicht in der ausreichenden
Menge genommen werden.
Wichtig sind darüber hinaus die Nebenwirkungen.
Viele Patienten haben Angst, Medikamente einzunehmen, weil sie Gefahren
dabei vermuten. Nicht immer läßt es sich vermeiden, dass
mit der Einnahme eines Medikaments Nebenwirkungen auftreten. Wie
störend diese sind, hängt sowohl vom einzelnen Patienten
wie vom jeweiligen Medikament ab. Der Arzt muß zusammen mit
dem Patienten in jedem Einzelfall entscheiden, inwieweit der Nutzen
die Risiken überwiegt. Allerdings gibt es auch bei der Behandlung
von Bluthochdruck Wirkstoffe, die besonders nebenwirkungsarm sind
und damit die Lebensqualität erhalten.
Deshalb kommt der Erklärung der Krankheit
eine genauso große Bedeutung wie den genauen Einnahmeinstruktionen
zu. Patienten, die sehr gut über ihre Erkrankung bescheid wissen,
können viel eher den Nutzen und die Notwendigkeit einer Therapie
einsehen. Das hilft allerdings auch nur dann, wenn die Erklärungen
verstanden und die Therapieempfehlungen nicht wieder vergessen werden.
Wissenschaftler sprechen davon, dass 7 - 53% der Patienten nicht
begreifen, was ihnen der Arzt sagt. Und 28 - 71 % vergessen die
ärztlichen Instruktionen wieder.
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