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Blutdrucksenkende Medikamente


Neue Medikamente: Effektiv und wirksam aber gut verträglich

Welches Medikament der Arzt Ihnen verordnet, hängt vor allem von der Schwere der Erkrankung und dem persönlichen, allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen ab.

Es gibt heute eine ganze Reihe von Medikamenten, mit denen der Arzt einen erhöhten Blutdruck behandeln kann. Sie greifen an ganz verschiedenen Punkten im Körper an. Ziel ist es dabei immer, dass weniger Druck aufgewandt werden muss, um das Blut durch den Körper fließen zu lassen. So entlasten sie Herz, Gefäße und Nieren. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Medikamententypen und ihre Wirkmechanismen:

  • Entwässernde Medikamente (Diuretika)
    steigern die Flüssigkeitsausscheidung. Sie regen die Nieren dazu an, mehr zu arbeiten, damit Wasser und Salze verstärkt ausgeschieden werden. Folge: Das Blutvolumen sinkt auf diese Weise und der Blutdruck fällt.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Neben häufigem Wasserlassen kann es unter anderem zu Mundtrockenheit, Muskelverspannungen und nächtlichen Wadenkrämpfen kommen.
  • Alphablocker (Alpharezeptorenblocker)
    entlasten die Gefäße, da sie bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden hemmen. Die Gefäße weiten sich und der Blutdruck fällt. Allerdings werden diese Substanzen heute, unter anderem von der Hochdruckliga, nicht mehr als Mittel der Wahl empfohlen, da sie im Vergleich zu einem Diuretikum ungünstigere Ergebnisse gezeigt haben.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen.
  • Betablocker (Betarezeptorenblocker)
    dämpfen überaktive Nervenreize, die auf das Herz wirken. Das Herz pumpt dann weniger Blut durch die Adern.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Kältegefühl in Händen und Füßen, Potenzstörungen bei Männern, Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit (z. B. beim Sport).
  • Kalzium-Antagonisten (Kalzium-Kanal-Blocker)
    reduzieren die Aufnahme von Kalzium in den Zellen. Dadurch wird die Gefäßmuskulatur entspannt, die Gefäße erweitern sich und der Blutdruck fällt.
    Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Flush ("roter Kopf"), Knöchelödeme, Neigung zur Verstopfung.
  • ACE-Hemmer
    greifen in die hormonelle Regulation des Blutdrucks, das Renin-Angiotensin-System, ein. Sie blockieren das Enzym ACE (Angiotensin-Converting-Enzym), das für die Bildung von Angiotensin II verantwortlich ist. Angiotensin II ist ein Hormon, das die Gefäße verengt und das sympathische Nervensystem aktiviert, so dass der Blutdruck ansteigt.
    Mögliche Nebenwirkungen: der typische Reizhusten, Gelenkschwellungen, Hautreaktionen.
  • Angiotensin-II-Antagonisten
    sind die jüngste Entwicklung unter den blutdrucksenkenden Arzneimitteln. Sie hemmen die Wirkung von Angiotensin II direkt am Rezeptor und sind damit effektiver als ACE-Hemmer. Die Gefäße bleiben geweitet, und der Blutdruck sinkt. Bei vergleichbarer Blutdrucksenkung sind Angiotensin-II-Antagonisten wesentlich verträglicher als andere Blutdrucksenker. Erstmals kommt es mit dieser Substanzklasse zu keinen substanzspezifischen Nebenwirkungen.

Quelle: Netdoktor, Medikamente 

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