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Bluthochdruck: Sind die Hormone schuld?

Was löst Bluthochdruck aus? Vermutlich denken Sie jetzt an zu viel Stress, falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung. Das ist richtig! Aber wussten Sie, dass auch die Hormone für erhöhten Blutdruck verantwortlich sein können? Bei etwa zehn Prozent der Bluthochdruck-Patienten ist ein gestörter Hormonhaushalt Ursache der Erkrankung.54

Wenn Hormone außer Kontrolle geraten

Es gibt verschiedene Erkrankungen, die das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen und zu Bluthochdruck führen können. Am häufigsten ist das Conn-Syndrom – etwa sechs Prozent der Bluthochdruck-Patienten sind davon betroffen. Medizinisch wird es auch als primärer Hyperaldosteronismus bezeichnet, da der Körper zu viel Aldosteron herstellt. Dieses Hormon ist im Körper an der Regulation des Wasserhaushaltes beteiligt.55 

Deutlich seltener tritt das sogenannte Phäochromozytom auf: ein gutartiger Tumor der Nebenniere, der zu einer Überproduktion der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin führt. Der Körper wird so in einen ständigen Alarmzustand versetzt: erhöhter Blutdruck, Herzrasen und starkes Schwitzen.56 

Das Cushing-Syndrom wird durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse hervorgerufen. Dieser führt zu einer verstärkten Bildung des Stresshormons Cortisol. Typische Anzeichen für ein Cushing-Syndrom sind Gewichtszunahme, schlechte Wundheilung oder depressive Verstimmung.57

Diese Erkrankungen sind zumeist durch einen einfachen Bluttest festzustellen. Nach einer erfolgreichen Behandlung normalisiert sich in der Regel der Blutdruck wieder.

Kommen Ihnen die oben aufgeführten Beschwerden bekannt vor und leiden Sie zudem noch unter einem schwer einstellbaren Bluthochdruck? Dann sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin sprechen.

Bluthochdruck durch Wechseljahre?

Das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken ist bei Frauen geringer als bei Männern. Mit den Wechseljahren ändert sich dies allerdings schlagartig: Über die Hälfte der Frauen entwickelt in den ersten Jahren nach der Menopause einen Bluthochdruck. Verantwortlich hierfür ist die Hormonumstellung. Das Hormon Östrogen schützt Frauen bis zu den Wechseljahren vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da es blutdrucksenkend wirkt. Mit dem Beginn der Wechseljahre sinkt der Östrogengehalt und die Schutzfunktion verringert sich. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. rät daher Frauen ab 45 Jahren, ihren Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren.58 

  1. Bluthochdruck durch Hormonstörung. www.hochdruckliga.de (letzter Zugriff: 10.10.2017)
  2. Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie. Hormonell bedingter Bluthochdruck ist heilbar – Hypertonie-Patienten sollten auf Conn-Syndrom untersucht werden. Pressemeldung vom 10.05.2017
  3. Phäochromozytom / Paragangliom. www.endokrinologie.net (letzter Zugriff: 11.10.2017)
  4. Cushing-Syndrom. www.endokrinologie.net (letzter Zugriff: 11.10.2017)
  5. Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL. Bluthochdruck in den Wechseljahren oft unterschätzt. Pressemeldung vom 06.03.2015
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