Arzt, der Blutdruck mit Blutdruckmessgerät misst | © Adobestock - © Kurhan
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Wichtige Hinweise zur medikamentösen Behandlung des Bluthochdrucks

Hat Ihnen Ihr Arzt Medikamente zur Behandlung Ihres Bluthochdrucks verordnet, sollten Sie sich zu regelmäßigen Kontrollen bei ihm vorstellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Therapie wirksam ist.

Nehmen Sie noch weitere Medikamente ein, kann Ihr Arzt durch regelmäßige Untersuchungen ausschließen, dass es zu Wechselwirkungen der Medikamente kommt. Wechselwirkungen können dazu führen, dass die verschiedenen Wirkstoffe ihre Wirkung gegenseitig verstärken oder abschwächen oder nicht beabsichtigte Wirkungen hervorgerufen werden können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie dem behandelnden Arzt vor der Verschreibung eines Medikaments unbedingt mitteilen, ob Sie bereits andere Arzneimittel verordnet bekommen haben und gerade einnehmen. Er wird alle Medikamente in Ihrem Medikationsplan aufführen, so dass Sie bei Bedarf diese wichtigen Angaben immer in übersichtlicher Form zur Hand haben. Auch wenn Sie freiverkäufliche Arzneimittel in der Apotheke kaufen und einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren.1

Der Therapie treu bleiben

Damit die Therapie wirken kann, ist es wichtig, dass Sie die blutdrucksenkenden Medikamente regelmäßig wie verordnet einnehmen. Auf keinen Fall sollten Sie die Dosis eigenmächtig verändern oder die Tabletten ganz weglassen! Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Medikamente nicht richtig wirken, oder falsch dosiert sind. Berichten Sie ihm auch, wenn neue Beschwerden auftreten oder sich bestehende verstärkt haben. Scheuen Sie sich nicht, nochmals nachzuhaken, falls Sie die Erklärungen Ihres Arztes zur Blutdruckbehandlung oder zur Wirkungsweise der Medikamente nicht ganz verstanden haben. Teilen Sie ihm Ihre Bedenken mit, falls Sie Angst vor Nebenwirkungen der Behandlung haben.1

Passiert es Ihnen, dass Sie die Einnahme des Blutdrucksenkers öfters vergessen? Dann berichten Sie das bitte Ihrem Arzt. Sonst wundert er es sich, warum Ihre Blutdruckwerte höher sind als erwartet. Wenn Sie die Einnahme Ihrer Medikamente im Alltag zu einem festen Ritual werden lassen, werden Sie sie nicht so leicht vergessen, als wenn Sie die Einnahme „zwischendurch“ erledigen. Bedenken Sie: Die beste Therapie kann nur wirken, wenn Sie sie konsequent durchführen. So können Sie Ihr Risiko für Folgeschäden des Bluthochdrucks senken. In der Schublade haben die Tabletten leider keine Wirkung!

Stellen Sie sicher, dass Sie fahrtüchtig sind

Die Fahrtüchtigkeit wird durch blutdrucksenkende Medikamente üblicherweise nicht eingeschränkt. Wenn Ihr Arzt Ihnen Medikamente neu verordnet, die Dosis oder Kombination von Medikamenten anpasst, kann es manchmal aber doch zur Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kommen. Das gilt besonders dann, wenn Nebenwirkungen auftreten. Das können Konzentrationsprobleme, Müdigkeit oder Schwindel sein. Deshalb sollten Sie sich unbedingt den Rat Ihres Arztes einholen und ggf. das Auto besser stehen lassen und stattdessen Bus und Bahn wählen.2

Sprechen Sie Kinderwunsch und Schwangerschaft an

Möchten Sie schwanger werden oder glauben Sie, es bereits zu sein? Besprechen Sie das bitte umgehend mit Ihrem Arzt. Bei einigen Wirkstoffen gegen Bluthochdruck sind Schädigungen des ungeborenen Kindes nicht auszuschließen. Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam nach einer Lösung suchen, um Ihren Blutdruck wirksam zu senken und dabei eine Gefährdung Ihres ungeborenen Kindes auszuschließen.

Es gibt Medikamente gegen Bluthochdruck, die während der Stillzeit eingenommen werden können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und teilen Sie die Medikamenteneinnahme auch dem betreuenden Kinderarzt mit.1


  1. Middeke M., Völker K., Laupert-Deick C. Bluthochdruck senken ohne Medikamente. Trias Verlag, Stuttgart, 2011
  2. www.hochdruckliga.de (letzter Zugriff 09.04.2021)
  3. Bildquelle: Adobestock - Kurhan