Arzt, der Blutdruck mit Blutdruckmessgerät misst | © Adobestock - © Kurhan
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Regelmäßige Kontrollen bei Bluthochdruck

Oberstes Gebot bei der Behandlung von Bluthochdruck ist die regelmäßige Kontrolle durch Ihren Arzt. Nur durch wiederholte Kontrolluntersuchungen gelingt es Ihrem Arzt, die für Sie beste und verträglichste Therapie zu finden. Ab einem bestimmten Schweregrad reichen Lebensstiländerungen alleine nicht aus, um den Blutdruck zu senken. Dann ist eine medikamentöse Therapie notwendig.2 Durch eine regelmäßige Kontrolle kann Ihr Arzt den Behandlungserfolg überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Machen Sie es sich deshalb zur Regel, 1x im Quartal Ihren behandelnden Hausarzt aufzusuchen.

Kontrolluntersuchungen…

  • ... helfen dem Arzt, Ihren Blutdruck auf optimale Werte einzustellen. Manchmal verordnet er Ihnen zunächst eine geringe Anfangsdosis eines Medikaments, die allmählich gesteigert wird.
  • ... lassen die Wirksamkeit der verordneten Medikamente erkennen.
  • ... verhindern, dass Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten unerkannt bleiben.
  • ... lassen erkennen, wenn es nicht gelingt, den Blutdruck mit einem einzigen Medikament zu senken. Dann wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine Kombinationsbehandlung mit zwei oder drei Präparaten verordnen. Ihr Arzt kann dann prüfen, ob er Ihnen die Kombination mehrerer Wirkstoffe in einer einzigen Tablette anbieten kann. Erfahren Sie hier mehr über diese Möglichkeit.
  • ... geben Ihnen die Gelegenheit, sich mit Problemen oder Fragen an Ihren Arzt zu wenden.

Messen Sie mit!

Ergänzen Sie die regelmäßigen Blutdruckmessungen in der Arztpraxis durch zusätzliche eigene Kontrollen des Blutdrucks. So helfen Sie mit, die Wirksamkeit von medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung zu überprüfen. Für den Arzt ist es hilfreich, wenn Sie die Ergebnisse der Selbstmessungen in einen Blutdruckpass eintragen, den Sie z. B. hier kostenlos anfordern können.1

Bei der Erfassung des Blutdrucks können mobile Apps eine Unterstützung für Sie sein. Es gibt auch Blutdruckmessgeräte, die die Messwerte automatisch auf Ihren PC oder Ihr Smartphone übertragen. Das erleichtert die Verwaltung der Daten. Übertragungsfehler lassen sich dadurch vermeiden, Datum und Uhrzeit werden automatisch mit aufgezeichnet. Und zum nächsten Arztbesuch können Sie Ihrem Arzt einfach einen Ausdruck der Messwerte mitnehmen. So ist er im Bilde, wie sich Ihr Blutdruck seit dem letzten Kontrolltermin entwickelt hat.

Regelmäßig zum Augenarzt

Bei Bluthochdruck ein Muss: der regelmäßige Termin beim Augenarzt. Dieser Check ist deshalb so wichtig, weil die Netzhaut des Auges die einzige Körperregion ist, in der Blutgefäße - und damit die durch den Hochdruck bedingten Veränderungen - direkt betrachtet und erkannt werden können. Der Zustand dieser Gefäße spiegelt die Situation im ganzen Körper wider: Sind hier Veränderungen aufgetreten, lässt sich daraus schließen, dass sie auch an anderen Organen, wie beispielsweise dem Herzen oder Gehirn, stattgefunden haben. Das Ausmaß der Veränderung gibt Aufschluss darüber, ob schon Folgeschäden aufgetreten sind. Ist dies der Fall, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.2

Der regelmäßige Besuch bei Ihrem Augenarzt kann dazu beitragen, Ihr Augenlicht zu erhalten. Werden durch den Bluthochdruck verursachte Netzhaut-Veränderungen früh erkannt, kann der Arzt, rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Mit der individuell auf Sie angepassten Medikation senkt er den Hochdruck und sorgt so dafür, dass Ihr Sehvermögen erhalten bleibt.2


  1. Middeke M., Völker K., Laupert-Deick C. Bluthochdruck senken ohne Medikamente. Trias Verlag, Stuttgart, 2011
  2. Nolte A. Bluthochdruck: Vorbeugen, erkennen, behandeln. Stiftung Warentest, Berlin, 2. Aufl., 2014
  3. Bildquelle: Adobestock - Kurhan