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Bluthochdruck und Demenz

Dass wir Menschen mit zunehmendem Alter anfälliger für Erkrankungen werden, das ist allgemein bekannt. Aber wissen Sie, dass Sie selbst Möglichkeiten haben, das Risiko für viele Erkrankungen zu beeinflussen? Das gilt sogar für Demenz. Seit einiger Zeit wird ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und der Anfälligkeit für eine geistige Beeinträchtigung beobachtet. Eine gute Blutdruckeinstellung lohnt sich also auch in dieser Hinsicht.

Gefährdung schon bei dauerhaft über 130 mmHg?

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Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung zeigte, dass bereits ein systolischer Blutdruck (der obere) von 130 mmHg oder darüber das Risiko für eine Demenz erhöhen kann. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn der Blutdruck dauerhaft ab einem Alter von 50 Jahren so hoch ist. Bei 60- oder 70-Jährigen konnte dieser Zusammenhang nicht festgestellt werden. Beachten Sie bitte: Bereits ab dem Grenzwert von 130 mmHg war dieses Ergebnis feststellbar und nicht erst bei dem gängigen Zielwert von 140 mmHg 101.

Bluthochdruck und verringerte geistige Leistungsfähigkeit

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Bereits 2005 berichteten Neurologen aus Boston,  dass sich bei anhaltendem Bluthochdruck mit zunehmendem Alter einige geistige Fähigkeiten deutlich verschlechtern. Ältere Menschen mit unbehandeltem Bluthochdruck haben mehr Schwierigkeiten bei der Suche nach den richtigen Wörtern als gleichaltrige Menschen mit normalem Blutdruck. Außerdem schnitten diese Menschen bei Gedächtnistests schlechter ab 102.

Hochdruckliga verweist auf Bluthochdruck als Risikofaktor Nr. 1

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Auch die deutsche Hochdruckliga sieht in erhöhtem Blutdruck einen Hauptrisikofaktor für Demenz. In ihrem Magazin ‚Druckpunkt’ rät sie zur konsequenten Behandlung eines zu hohen Blutdrucks, da dies als wichtigste vorbeugende Maßnahme angesehen wird 103. Nutzen Sie daher die Möglichkeit, mit einer konsequenten Behandlung eine dauerhafte Senkung des Blutdrucks auf einen normalen Wert zu erzielen. Das beugt der Schädigung der Organe – auch des Gehirns – vor und trägt dazu bei, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern 104.

Was wir wissen und was wir nicht wissen

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Die Entstehung insbesondere der Alzheimer-Demenz ist immer noch nicht ausreichend erforscht. Aber es gibt zahlreiche Hinweise, dass Veränderungen der Gefäße, die das Gehirn versorgen, die Nervenzellen schädigen können. Beispielsweise sind bei der sogenannten vaskulären Demenz die Blutgefäße im Gehirn geschädigt. Nach und nach verschlechtert sich dadurch die Informationsweiterleitung. Eine herabgesetzte Aufmerksamkeit und eine Verlangsamung der Denkprozesse sind häufig die Folgen 105.

Die gute Blutversorgung ist also das A und O für die Funktionsfähigkeit Ihres Gehirns. Achten Sie daher auch aus diesem Grund auf Ihren Blutdruck.

Viele Menschen benötigen allerdings mehr als einen Wirkstoff für eine gute Blutdruckkontrolle. Die Einnahme mehrerer Tabletten pro Tag fällt allerdings nicht immer leicht 105.  Abhilfe könnte hier eine sogenannte Kombinationstherapie bieten, bei der mehrere Wirkstoffe in einer Tablette enthalten sind. Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine solche Kombinationstherapie für Sie in Frage kommt. Denn mit einem gut kontrollierten Blutdruck unter 130 mmHg schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um auch im Alter lange geistig fit zu bleiben.

  1. Abell JG et al., Eur Heart J 2018; doi: 10.1093/eurheartj/ehy288
  2. Brady, CB et al., Neuropsychology 2005;19(6): 770-7
  3. Druckpunkt (Magazin der Deutschen Hochdruckliga), Ausgabe 3-4/2010
  4. Spektrum der Wissenschaft, Die Woche, Ausgabe 06.012.2005;
  5. http://alzheimer-hildesheim.de/gefaesskrankheiten-vaskulaere-demenz/ letzter Zugriff 24.07.2018
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