Stetoskop und ein rotes Herz auf blauem Hintergrund
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EKG zur Feststellung eines Bluthochdrucks

Um abzuklären, ob bei Ihnen Funktionsstörungen am Herzen vorliegen, sind verschiedene Untersuchungen erforderlich. Eine Methode ist das so genannte Elektrokardiogramm (EKG). Das Herz pumpt sauerstoffreiches Blut in den Körper und saugt sauerstoffarmes Blut wieder an. Dies erfolgt durch das abgestimmte Zusammenziehen und Entspannen des Herzmuskels. Die dafür erforderliche abgestimmte Muskelaktivität in den verschiedenen Bereichen des Herzens lässt sich graphisch durch Kurven mit einem charakteristischen Muster für die gesunde Herzaktion, aber auch für Abweichungen bei einer Schädigung des Herzmuskels darstellen. Es gibt in der Praxis drei verschiedene Möglichkeiten, die EKG-Messung durchzuführen:1

  • das Ruhe-EKG: Die Messung erfolgt im Liegen
  • das Belastungs-EKG: Die Messung erfolgt bei körperlicher Anstrengung, z.B. Fahrradfahren
  • und das Langzeit-EKG: Die Messung erfolgt über 18 bis 24 Stunden im normalen Alltagsverlauf

Der Arzt macht gewöhnlich zunächst ein Ruhe-EKG. Grundsätzlich werden bei dieser wichtigen Untersuchungsmethode elektrische Spannungen an der Körperoberfläche gemessen, die auf die Aktivitäten der Herzmuskelfasern zurückzuführen sind. Diese Spannungen werden von Elektroden (Metallplättchen) registriert, die zuvor an Ihren Armen, Beinen und am Brustkorb befestigt wurden. Ein EKG-Gerät verstärkt die elektrischen Ströme und stellt sie in Form von Kurven dar. Bei gesunden Menschen wiederholen sich Zacken, Wellen und Strecken in regelmäßigen Abständen.1

Anhand des Kurvenverlaufs kann sich Ihr Arzt ein Bild über Störungen der Erregungsbildung, -ausbreitung und -rückleitung machen, über Herzrhythmus und Herzfrequenz sowie über die Lage des Herzens im Brustkorb. Indirekt kann er auch die Herzdurchblutung beurteilen.1


  1. Nolte A. Bluthochdruck: Vorbeugen, erkennen, behandeln. Stiftung Warentest, Berlin, 2. Aufl., 2014
  2. Bildquelle: Adobestock - vladimirzuev